Von Sahorre nach Andorra

Gestern Abend konnte ich leider nicht mehr zu Abend essen da das einzige Restaurant in dem kleinen Ort Sahorre bereits ausgebucht war. Umso mehr habe ich mich auf das Frühstück heute morgen gefreut. Das war eine herzige Unterkunft mit einer sehr netten Gastgeberin.

Heute stand eine kurze Strecke bevor, total nur etwa 110 Kilometer. Das Ziel ist Andorra mit der Hauptstadt Andorra la Vella. Los ging es zuerst wieder hinunter nach Villefranche-de-Conflent. Diese kleine Stadt besteht praktisch nur aus einer Festung liegt sie doch eingeengt in einem schmalen Tal.

Weiter ging es westwärts dem Fluss Têt entlang. Bei der Ortschaft Olette habe ich dann erneut ein Wegweiser zu einer “Les plus beaux villages de France” Ortschaft entdeckt. Die Region Okzitanien wo ich mich befinde hat anscheinend ganze 49 Dörfer mit diesem Label.

Danach schlängelte sich die Strasse hoch bis zur Ortschaft Mont-Louis. Eine sehr coole Strecke mit dem Motorrad!

In Mont-Louis thront eine Festung mit einer Zitadelle welche aber nicht begehbar ist, da das französische Militär diese noch immer nutzt.

Langsam merkt man den touristischen Einschlag und man wähnt sich in einem Schweizer Wintersport Ort. Kurz vor der spanischen Exklave Llívia nehme ich die Strasse nordwärts und nehme die Passtrasse auf den Col de Puymorens. Unten durch gäbe es auch ein Tunnel aber der Motorradfahrer bevorzugt die Bergstrecke.

Es geht dann wieder runter in Richtung der Ortschaft L’Hospitalet-près-l’Andorre. Kurz vorher biegt man aber nach links ab und gelangt an die Grenze zu Andorra. Trotz Zollkontrollen, da Andorra kein EU-Mitglied ist, werde ich durchgewunken und bin so das erste Mal in diesem Zwergstaat. Gleich um den Rank liegt hier die Ortschaft Pas de la Casa. Andorra ist bei den Nachbarstaaten beliebt, da hier zollfrei eingekauft werden kann. Diesen Art des Tourismus bemerkt man aufgrund der hässlichen Bauweise sofort.

Auch hier könnte ich wieder ein Tunnel nehmen um den nächsten Pass zu überwinden fahre aber natürlich wieder oben drüber und muss dabei 2300 Meter überwinden. Dafür bietet sich einem eine grandiose Aussicht auf die höheren Berge der Pyrenäen.

Zum Schluss steht mir dann nur noch die Abfahrt nach Andorra la Vella bevor. Die Platzverhältnisse sind eng in diesem Staat und so wird kräftig in die Höhe gebaut. Leider ist es nicht wirklich schön anzusehen. In der Hauptstadt dasselbe. Es wird wahnsinnig viel gebaut und es wächst alles in die Höhe. Man könnte meinen die Stadtplaner existieren nicht. Die ganze Stadt wirkt surreal und ohne Konzept.

Dieser Spielplatz hat den letzten freien Platz bekommen.

Zum Glück bleibe ich nur eine Nacht. Trotzdem spannend das ganze mal mit eigenen Augen zu sehen.


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3 responses to “Von Sahorre nach Andorra”

  1. Steffi Avatar
    Steffi

    Und ich habe immer gedacht, Andorra sei hübsch 🙀

  2. Amir Housseini Avatar
    Amir Housseini

    Ja, Andorra La Vella ist wirklich hässlich.
    Dafür sind die Berge und Dörfer in den Pyrenäen ganz hübsch und haben ihren eingenen Charme.

  3. Tobias Linder Avatar
    Tobias Linder

    Wirklich spannende Bilder! Das motiviert mich, auch einen Roadtrip zu planen.

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