Ich war gestern zu müde diesen Post zu schreiben. Die letzte Etappe führte mich von Modena nach Wettingen. Ich bin dabei zuerst ohne Autobahn über Mailand nach Como gefahren. Die Po-Ebene ist wirklich nicht wahnsinnig spannend.
Bei Como bin ich dann am westlichen Seeufer entlang nach Norden gefahren. Eine sehr schöne Strecke. Insbesondere der Ort Tremezzo fand ich unglaublich schön, typisch norditalienischer Charakter. Da muss ich unbedingt ein anderes Mal wieder hin.


Leider war es dann auch bereits etwa 14:00 Uhr und ich wollte ja noch bis nach Hause fahren. So habe ich dann auch keinen Halt eingelegt und bin direkt nach Chiavenna gefahren. Die Stadt hat sich interessanterweise der Cittàslow Bewegung angeschlossen. Das ist das Pendant zur Slow-Food Bewegung bezogen auf Ortschaften und möchte dabei verhindern, dass diese von riesigen Franchise Unternehmen wie McDonald’s vereinnahmt werden. Leider reichte auch hier die Zeit nicht mich umzuschauen und so nahm ich den Weg auf den Splügenpass in Angriff. Kurz vor Madesimo hat dann das Wetter umgeschlagen. Seit ich in Österreich vom Regen erwischt wurde, habe ich bei meiner ganzen Reise keinen einzigen Regentropfen mehr abbekommen. Nichtsdestotrotz war die Aussicht wunderbar.



Kurz vor der Passhöhe habe ich dann noch einem Motorradfahrer aus Liechtenstein geholfen, der hatte bei seiner Abfahrt doch tatsächlich die Hinterbremse verloren. Ich musste ihm mein Notfallwerkzeug ausleihen, damit er seine Fahrt nach Bergamo fortsetzen konnte.
Oben angekommen bin ich dann offiziell wieder in der Schweiz angekommen und auch der Regen hörte wieder auf. Die berühmten Serpentinen vom Splügenpass sehen einfach eindrücklich aus.

Es war dann bereits 17:00 Uhr als ich unten im Tal in Splügen angekommen bin und habe dann die Autobahn befahren um die letzte Etappe nach Hause schneller zu bewältigen. Kurz nach Chur hat dann meine Royal Enfield das Warnsignal für den Motor aufleuchten lassen, konstant auf Maximalgas ist vielleicht doch keine gute Idee. Glücklicherweise hat das Leuchten nach ein paar Minuten aufgehört, nachdem ich gemächlicher neben der Autobahn auf der Hauptstrasse weitergefahren bin. So bin ich halt den Rest mit maximal 100 km/h gefahren. Kurz vor Wettingen hat es dann in Strömen angefangen zu regnen, war mir dann aber ziemlich egal, Hauptsache wieder zu Hause.

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