Mostar Sightseeing

Heute morgen ging es wieder früh los, ich wollte unbedingt die starke Sonne welche gegen Mittag kommt vermeiden. So fuhr ich von Omiš der Küste entlang Richtung Dubrovnik. Die Klippen werden immer höher und die Aussicht dementsprechend atemberaubender.

Kurz nach Brela an der Makarska Riviera ging es durch einen Tunnel ins Hinterland von Dalmatien. Die weitere Fahrt war nicht sonderlich spannend und so kam ich bereits um ca. 10:00 Uhr an der bosniakischen Grenze an. Obwohl hier eine Schengen Aussengrenze ist, konnte ich ohne den Ausweis zu zeigen direkt die Landesgrenze überqueren. Nach einer kurzen gemütlichen Fahrt bin ich ziemlich bald dann in Mostar der grössten Stadt von Herzegowina angekommen. Das Auffinden der Unterkunft war ein ziemliches Abenteuer aber dank einer netten Frau welche ebenfalls ein “Guesthouse” betreibt und die Inhaberin meiner Unterkunft per Zufall kannte fand ich den Eingang. Die Unterkunft war noch nicht bezugsbereit und so schnappte ich mir in der Zwischenzeit die letzte Lücke in einer Seitengasse.

Da ich eine gute Stunde warten musste und das Sightseeing mit der dicken Motorradkleidung keine Freude machen würde habe ich die Gelegenheit genutzt eine SIM Karte zu besorgen. Für läppische 5 Euro und 10 Minuten später war ich wieder online. Viele Balkan Staaten sind noch immer Beitrittskandidaten bei der Europäischen Union und deshalb ist meine Yallo Karte leider unbrauchbar.

Gegen 13:00 Uhr ging es dann endlich los auf Sightseeing. Mostar liegt in einem Kessel zwischen zwei Bergmassiven aber nur auf 60 Meter über dem Meerespiegel, diese spezielle geographische Situation führt dazu, dass Mostar im Hochsommer Temperaturen häufig über 40 Grad erfährt. Entsprechend war es drückend heiss und das blosse Spazieren bringt einen ins Schwitzen. Ich bin gleich über den Markt Čaršija in die Altstadt eingetaucht. Wunderschön hier und das Wahrzeichen darf natürlich auch nicht verpasst werden.

Da ich kein Frühstück gegessen habe bin ich dann zuerst mal ins Hindin Han Mittag essen gegangen. Das Restaurant wurde mir von einer Kollegin empfohlen. Wie immer im Balkan war das Menü sehr fleischlastig aber die Kalbfleisch-Spiesschen haben mir gut geschmeckt.

Gestärkt schlenderte ich durch die Altstadt und bestaunte die Architektur der Gebäude.

Auf der Suche nach Schatten habe ich danach die Koski Mehmed Pasha Moschee besucht. Den Aufstieg auf das Minarett ist für Menschen mit Klaustrophobie definitiv nicht geeignet aber alleine schon wegen der Aussicht lohnt er sich.

Da die Sonne noch immer wahnsinnig drückte besuchte ich danach das “Museum Of War And Genocid Victims”. Keine leichte Kost dieser Besuch, zeigt er doch schonungslos die Gräuel der jugoslawischen Volksarmee während dem Bosnienkrieg. Thematisiert wird auch die bewusste Zerstörung des Wahrzeichens von Mostar, die Alte Brücke.

Wenn ich schon in Bosnien bin, darf natürlich ein traditioneller Kaffe mit Baklava nicht fehlen.

Morgen werde ich Bosnien und Herzegowina bereits wieder verlassen und weiter Richtung Montenegro fahren.

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